Gleinalmtunnel Sperre nach Brand

Abgebrannter Sondertransport im Gleinalmtunnel

Nach aktuellen Informationen wird die Gleinalmtunnel Sperre auf der A9 Pyhrn Autobahn nach einem schweren LKW-Brand am 7. Dezember 2018 um 14 Uhr aufgehoben. Der Tunnel war 2 Monate gesperrt, da die Zwischendecke des Tunnels rund um den Brandherd stark beschädigt war. Sie musste abgebrochen und neu errichtet werden.

Umleitung nach Gleinalmtunnel Sperre

  • Die Umleitungsstrecke über die S 35 Brucker Schnellstraße und S 6 Semmering Schnellstraße ist aktiviert. Derzeit wird allerdings ein Teil der S 35 zwischen Frohnleiten und Laufnitzdorf saniert und sorgt für Behinderungen. Diese Baustelle wird so schnell wie möglich provisorisch abgeschlossen, um den zu erwartenden Ausweichverkehr bewältigen zu können. Pro Richtung steht aber nur ein Fahrstreifen zur Verfügung. Ein rascher Rückbau ist allerdings nicht möglich, insbesondere die Brückensanierungen müssen fertiggestellt werden. In Absprache mit dem Bauunternehmen werden alle Arbeiten so forciert, dass die Strecke in etwa zwei Wochen – statt in eineinhalb Monaten – freigegeben werden kann, wobei die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden natürlich gewährleistet sein muss.
  • Zusätzlich zur Umleitung über die S 35 und die S 6 empfiehlt es sich für die Dauer der Sperre des Gleinalmtunnels eine großräumige Umfahrung über die  A2 Süd Autobahn bis zum Knoten Villach und weiter über die A 10 Tauern Autobahn.

Gibt es eine Verlängerung der Jahresmautkarte für den Gleinalmtunnel?

Für alle Jahresmautkartenbesitzer, die jetzt den Gleinalmtunnel nicht benutzen können, gibt es eine Lösung: So wie bereits beim Brand 2016, als der Gleinalmtunnel drei Wochen gesperrt war, wird auch dieses Mal für die Dauer der Sperre eine automatische Verlängerung der Jahresmautkarte durchgeführt.

Gleinalmtunnel Sperre: Aktuelle Informationen

Nachdem in der Nacht am Mittwoch bis Donnerstag Abend Tests des gesamten Systems gemacht werden, wird der Gleinalmtunnel bereits am 7. wieder für den Verkehr freigeben.

Am Abend vom 10. Oktober wurde das Wrack aus dem Tunnel gezogen. Nach der Montage neuer Räder und langwierigen Schweißarbeiten war der Aufleger gegen 19.30 Uhr aus dem Tunnel gezogen. Gegen 18 Uhr hatte der Abschleppvorgang gestartet werden können. Rund sieben Kilometer in Richtung Norden musste das Wrack gerollt werden – bis zum Scheitelpunkt des Tunnels gezogen, dann gebremst, da es leicht bergab geht. Direkt neben dem Nordportal wurde ein Parkplatz eingerichtet, wo das Kranfahrzeug nun stehen bleibt, bis die Staatsanwaltschaft einen Brandsachverständigen schickt, der ein Gutachten zur Ursache erstellen soll.

Nach den Untersuchungen und der Freigabe durch die Staatsanwaltschaft wird das Wrack verschrottet. Zuerst dürfte es aber als Ganzes abtransportiert werden. Die Schadenshöhe im Tunnel ist bisher nicht bekannt. Der Wert des Krans allein dürfte aber bei mehr als einer Million Euro liegen. Eine mögliche Ursache für den Brand konnte noch nicht genannt werden. Die Fahrzeuge würden extern jährlichen Prüfungen unterzogen.

Ursprünglich hätte der Abtransport des Schwerfahrzeuges mit Kranaufbau schon am Dienstag erfolgen sollen. Dazu wurden die Räder des Vehikels entfernt. Mit Luftpolstern sollte es gehoben werden, um es fahrtüchtig machen zu können.

Parallel dazu wurde mit der Überprüfung des Betons im Umkreis des Brandherds begonnen, um eingrenzen zu können, wie weit Tunnel-Innenschale und Zwischendecke jedenfalls saniert werden müssen. Mindestens sind es 80 Meter. Auch die Fahrbahn ist beschädigt und muss teilweise erneuert werden, so wie die gesamte Sicherheitstechnik, die durch den Brand auf einer Länge von 300 Metern zerstört wurde.

Wie haben die Sicherheitseinrichtungen im Gleinalmtunnel funktioniert?

  1. Hervorragend funktioniert haben laut ASFINAG in diesem Ernstfall aber Sicherheitseinrichtungen und Alarmierungskette sowie die Zusammenarbeit mit Feuerwehren, Polizei und Rotes Kreuz.
  2. Die Video- und Brandmeldeanlagen haben innerhalb von Sekunden auf die Hitzeentwicklung reagiert und Alarm ausgelöst.
  3. Die Personen, die sich in unmittelbarer Nähe des brennenden Lkw befanden, wurden mittels Tunnelfunk von der ASFINAG-Verkehrsmanagementzentrale Bruck aufgefordert, ihre Fahrzeuge stehen und die Schlüssel stecken zu lassen sowie über die Fluchtwege in die alte Tunnelröhre zu gehen.

Foto: ASFINAG